Alliteration
Eine Alliteration ist ein Stilmittel: Mehrere Wörter hintereinander fangen gleich an. Das macht Wendungen klangvoll und leicht zu merken.
Bei einer Alliteration beginnen zwei oder mehr nah beieinanderstehende Wörter mit demselben Laut, zum Beispiel „Kind und Kegel“.
Was ist eine Alliteration?
Das Wort kommt vom lateinischen littera, „Buchstabe“. Gemeint ist ein gleicher Anfangsklang: Zwei oder mehr Wörter, die nah beieinanderstehen, beginnen mit demselben Laut. Besonders deutlich wird das bei den betonten Silben.
Beispiele für Alliterationen
Du kennst viele Alliterationen aus dem Alltag, ohne es zu merken. Besonders häufig sind feste Wortpaare, sogenannte Zwillingsformeln:
- Kind und Kegel
- Haus und Hof
- Wind und Wetter
- Mann und Maus
- Stock und Stein
Auch Zungenbrecher leben von der Alliteration: „Fischers Fritz fischt frische Fische.“ Und viele Namen von Comicfiguren klingen deshalb so eingängig, etwa Donald Duck oder Mickey Mouse.
Alliteration erkennen: Es zählt der Klang
Laut sprechen hilft!
Bei der Alliteration geht es um das Hören, nicht um das Schreiben. „Vogel“ und „Feder“ bilden eine Alliteration, weil beide mit dem Laut f anfangen. „Vater“ und „Vase“ dagegen nicht, obwohl beide mit V geschrieben werden. Lies den Text darum laut vor, wenn du nach Alliterationen suchst.
Wie wirkt eine Alliteration?
Der gleiche Anfangsklang verbindet die Wörter miteinander. Sie wirken wie ein Paar und bleiben besser im Gedächtnis. Deshalb nutzen Werbung, Schlagzeilen und Sprichwörter dieses Stilmittel so gern.
In Gedichten erzeugt die Alliteration einen Rhythmus und hebt einzelne Wörter hervor. In einer Gedichtanalyse schreibst du deshalb nicht nur, dass es eine Alliteration gibt, sondern auch, was sie bewirkt.
Alliteration, Reim und Stabreim
Beim Reim klingen die Enden von Wörtern gleich: Haus, Maus. Bei der Alliteration ist es der Anfang. In der alten germanischen Dichtung war die Alliteration eine feste Regel und hieß Stabreim. Heute sagt man meist einfach Alliteration.
Ein weiteres Stilmittel, das dir in Gedichten oft begegnet, ist die Personifikation.
Häufige Fehler bei der Alliteration
„Haus und Maus“ wird als Alliteration bezeichnet.
Hier klingen die Enden gleich. Das ist ein Reim. Bei der Alliteration klingen die Anfänge gleich.
Nur gleiche Buchstaben zählen.
Entscheidend ist der Laut. „Viel“ und „Freude“ beginnen beide mit dem Laut f, obwohl die Buchstaben verschieden sind.
In der Textanalyse wird nur „Alliteration“ hingeschrieben.
Nenne immer das Beispiel aus dem Text und die Wirkung: Was wird betont, wie klingt es?
Übungen zur Alliteration mit Lösungen
Versuch es erst selbst, dann vergleiche mit der Lösung.
Finde die Alliterationen: „Bei Wind und Wetter wanderten wir über weite Wiesen.“
Lösung zeigen zu Aufgabe 1
Wind und Wetter, wanderten wir und weite Wiesen. Der w-Laut zieht sich durch fast den ganzen Satz.
Ist „mit Herz und Hand“ eine Alliteration?
Lösung zeigen zu Aufgabe 2
Ja. Herz und Hand beginnen beide mit dem Laut h.
Ist „Vater und Vase“ eine Alliteration?
Lösung zeigen zu Aufgabe 3
Nein. „Vater“ spricht man mit f, „Vase“ mit w. Die Buchstaben sind gleich, die Laute nicht.
Ergänze zu einer Alliteration: „Stock und …“, „Land und …“, „Mann und …“
Lösung zeigen zu Aufgabe 4
Stock und Stein, Land und Leute, Mann und Maus. Solche festen Paare heißen Zwillingsformeln.
Verwandte Themen
- DeutschPersonifikationKlasse 6–8
Quellen
- Alliteration (Bedeutung und Herkunft), Duden online
- Stabreim (Bedeutung), Duden online
- LehrplanPLUS Gymnasium, Deutsch 5, Lernbereich 4.1: Sprachliche Verständigung untersuchen und reflektieren, ISB Bayern
- LehrplanPLUS Gymnasium, Deutsch 7, Lernbereich 2.2: Literarische Texte verstehen und nutzen (auffällige sprachliche Mittel), ISB Bayern
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